MeisterLaterales Denken100 XP
Ein ausländischer Geheimdienst entführt einen US-Einwohner aus der New Yorker U-Bahn und fliegt ihn in eine karibische Diktatur. Das Opfer war FBI-Informant und CIA-Quelle. Das FBI untersucht und bestätigt den Ablauf der Entführung. Die CIA besitzt operative Akten über das Opfer und den ausländischen Geheimdienst. Dennoch kommt es zu keiner Strafverfolgung, keiner diplomatischen Krise, und die CIA-Akte bleibt siebzig Jahre später weiterhin klassifiziert. Die Standarderklärung lautet: Realpolitik des Kalten Krieges. Aber welche institutionelle Tatsache über das Verhältnis der CIA zu Opfer und perpetrierendem Dienst erzeugt ein Offenlegungsproblem, das unabhängig vom geopolitischen Kontext fortbesteht?